Der Geschmack Europas - neue Serie samstags, 15:00, in 3Sat

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      heute also das Friaul.
      man konnte wieder schöne Landschaft, Reben, Krokus, am Ende sogar Eselrennen sehen ....
      und zwischendurch sah man Lojze Wieser mal bedächtig nicken, mal die Nase ins Weinglas stecken ....
      aber was brachten die 35 Minuten an kulinarischen Höhepunkten?
      wenn's interessant zu werden versprach und man neugierig auf Neues geworden war, wurde abgebrochen und flugs ein neues Fäßle geöffnet.
      wer vieles bringt, wird keinem etwas bringen.
      Ach ja: die Mosaikkunst gefiel mir. Aber was bei der Meisterin so leicht aussah, geriet dem Lojze grobmotorisch daneben - man sollte sich nicht überschätzen.
      Besser mr denkt älles, was mr sagt
      als mr sagt älles, was mr denkt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „f.p.“ ()

      Das ist leider häufig so, es wird durch gepeitscht und damit oberflächlich. Ok, einen allgemeinen Eindruck bekam man. Ich fand es interessant, weil ich diese Ecke von Italien noch nicht kenne. Die Mosaiken waren traumhaft. Wie schön, so etwas machen zu dürfen!
      Am 24.2. wurde die vierte Folge der Serie ausgestrahlt - es geht aber immer noch weiter - bis in den Mai hinein. Bitte, diese Sendung nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, dafür ist sie zu schön und interessant. Wir waren auf Sizilien, bummelten durch Palermo und über den Fischmarkt in Catania, er zählt zu den größten und farbenprächtigsten ganz Italiens. Sizilien ist ein kulinarisches Schlaraffenland - und schön ist es dort ohnehin. Viel Landschaft, viel Natur, gekocht wurde auch. Einfache, ländliche Küche, die nicht immer meinem Geschmack entsprach, aber zwei Gerichte stachen bei mir hervor- das eine ist ein Orangensalat und das andere dann die Pasta di Limone. Beides sehr einfach in der Herstellung, aber sicher im Geschmack hervorragend. Es lohnt sich, mal auf die Seite bei 3sat zu gucken, in der Mediathek ist die Folge noch vorhanden.
      Am 3. März sind wir in Mähren - ich gucke auf alle Fälle

      Balsam schrieb:

      das eine ist ein Orangensalat


      Ich liebe auch den Orangensalat, den ich in Sizilien kennen gelernt habe
      nur kriegt man hier manchmal keine guten Orangen.
      Letztens waren bei Ede sizilianische Orangen vorrätig, hab ich natürlich gleich welche mitgenommen
      Wenn du Frieden willst, putz deine Reisschale
      (aus China)
      und heute also Mähren.
      da erhoffte ich mir Hintergründe der K.u.K. Küche; immerhin erfuhr man etwas über Powidltascherln, die der mährische Koch "mit Liebe" herstellte. Der Teig ist, ähnlich wie Gnocchi- oder Schupfnudelteig, eine Mischung aus Mehl und gekochten, ausgedampften Kartoffeln, und das Zwetschgenmus muss unendlich lange eingekocht und gerührt werden. Interessant auch das koschere Schabat-Gericht, das dieser Koch mit viel Zwiebeln, Knoblauch, weißen Bohnen und Entenfleisch köchelte.
      Und natürlich die alten Handwerkstechniken: Nägel schmieden, Papier schöpfen, ...
      insgesamt aber war ich etwas enttäuscht, denn wieder zappte der Film ohne Übergänge von Thema zu Thema.
      Besser mr denkt älles, was mr sagt
      als mr sagt älles, was mr denkt.

      f.p. schrieb:

      und heute also Mähren.
      da erhoffte ich mir Hintergründe der K.u.K. Küche; immerhin erfuhr man etwas über Powidltascherln, die der mährische Koch "mit Liebe" herstellte. Der Teig ist, ähnlich wie Gnocchi- oder Schupfnudelteig, eine Mischung aus Mehl und gekochten, ausgedampften Kartoffeln, und das Zwetschgenmus muss unendlich lange eingekocht und gerührt werden. Interessant auch das koschere Schabat-Gericht, das dieser Koch mit viel Zwiebeln, Knoblauch, weißen Bohnen und Entenfleisch köchelte.
      Und natürlich die alten Handwerkstechniken: Nägel schmieden, Papier schöpfen, ...
      insgesamt aber war ich etwas enttäuscht, denn wieder zappte der Film ohne Übergänge von Thema zu Thema.


      da gebe ich dir uneingeschränkt Recht, es wurde Einiges angesprochen und im nächsten Moment waren wir schon bei einem neuen Thema. Eine halbe Stunde ist auch viel zu kurz, um alles ausgiebig zu erörtern. Was ich aus der Sendung mitgenommen habe - mir würde die Küche größtenteils nicht schmecken, viel Mehlspeise, viel Süßes, aber Vieles auch sehr deftig gekocht. Schön war wieder die Landschaft, die Beschaulichkeit der Menschen - nicht zuletzt ihre Liebenswürdigkeit, die so recht gezeigt wurde. Die alte Handwerkskunst ist wunderbar gezeigt worden.

      Mar-Len schrieb:

      Balsam schrieb:

      das eine ist ein Orangensalat


      Ich liebe auch den Orangensalat, den ich in Sizilien kennen gelernt habe
      nur kriegt man hier manchmal keine guten Orangen.
      Letztens waren bei Ede sizilianische Orangen vorrätig, hab ich natürlich gleich welche mitgenommen


      so geht mir das mit Orangen aus Spanien, besonders von den Balearen. Vor Ort genossen - egal ob Früchte oder andere Lebensmittel - schmecken sie besonders gut. Zuhause gekauft, haben die Produkte schon einen weiten, tagelangen Weg hinter sich und die Frische ist oftmals nicht mehr vorhanden.

      Balsam schrieb:

      Mar-Len schrieb:

      Balsam schrieb:

      das eine ist ein Orangensalat

      Ich liebe auch den Orangensalat, den ich in Sizilien kennen gelernt habe
      nur kriegt man hier manchmal keine guten Orangen.
      Letztens waren bei Ede sizilianische Orangen vorrätig, hab ich natürlich gleich welche mitgenommen

      so geht mir das mit Orangen aus Spanien, besonders von den Balearen. Vor Ort genossen - egal ob Früchte oder andere Lebensmittel - schmecken sie besonders gut. Zuhause gekauft, haben die Produkte schon einen weiten, tagelangen Weg hinter sich und die Frische ist oftmals nicht mehr vorhanden.

      was wieder einmal beweist, dass Genuss ein "ganzheitliches" Erlebnis ist.
      wie sonst kann ich mir erklären, dass mir der Rosé, der mir im Luberon unter den Platanen so wunderbar mundete, daheim fad vorkam??
      Besser mr denkt älles, was mr sagt
      als mr sagt älles, was mr denkt.

      f.p. schrieb:

      was wieder einmal beweist, dass Genuss ein "ganzheitliches" Erlebnis ist.
      wie sonst kann ich mir erklären, dass mir der Rosé, der mir im Luberon unter den Platanen so wunderbar mundete, daheim fad vorkam??


      Ich vermute mal, Du hast vorm Haus einfach zu wenig Platanen . . . :dontknow: Bert
      Ich habe einen starken Willen - wann ich net will, will ich net! :verlegen:


      f.p. schrieb:

      wie sonst kann ich mir erklären, dass mir der Rosé, der mir im Luberon unter den Platanen so wunderbar mundete, daheim fad vorkam??


      Das stimmt, kenn ich auch.
      Wir haben Rosé aus Languedoc Rousillon mitgenommen. Zu Hause genossen, war es nur Wein. Im Urlaub am Meer, bei Sonnenuntergang und in der Nacht genossen, eine Offenbarung ;)
      Es fehlt eben das feeling
      Wenn du Frieden willst, putz deine Reisschale
      (aus China)

      Mar-Len schrieb:

      f.p. schrieb:

      wie sonst kann ich mir erklären, dass mir der Rosé, der mir im Luberon unter den Platanen so wunderbar mundete, daheim fad vorkam??


      Das stimmt, kenn ich auch.
      Wir haben Rosé aus Languedoc Rousillon mitgenommen. Zu Hause genossen, war es nur Wein. Im Urlaub am Meer, bei Sonnenuntergang und in der Nacht genossen, eine Offenbarung ;)
      Es fehlt eben das feeling


      Wir sind 10 Jahre in die Camargue gefahren, nur im ersten Jahr Rose mitgebracht, siehe oben.
      heute: Flandern!
      schöne Bilder, faszinierende Geschichten.
      war's nicht schön anzuschauen, wie die Kaltblütler stoisch, bis zum Bauch im Meerwasser und ohne jede Angst, die Netze für die Krabben zogen? Und wie der Beifang wieder ins Wasser, ins Leben entlassen wurde?
      so würde ich Nordseekrabben, direkt am Strand, auch nochmal gern genießen!
      Warum nur mag ich bis heute die Pommes, in Talg ausgebacken, nicht??
      mehrmals hab ich sie probiert - mir sind sie zu tranig!
      so bevorzuge ich bis heute den französischen Vorläufer: Pommes rissolées.
      mir hat die heutige Sendung gut gefallen!
      Besser mr denkt älles, was mr sagt
      als mr sagt älles, was mr denkt.
      heute Galicien, Europas westlichster Zipfel, Ziel der Jakobswanderer.
      und zum ersten Mal gefiel mir das Konzept der Sendung wirklich gut: die Stimmung der Landschaft einfangen, die Geschichte(n) der Menschen erzählen, wie sie sich von dem, was das Meer und/oder der karge Boden hergeben, ernähren, ihr Stolz, ihr Lebensmut, ihre Bescheidenheit. Das war gut erzählt, die Menschen kamen dem Betrachter authentisch nahe. Fast wirkte Lojze Wieser darin wie ein Fremder.
      Im Hintergrund hörte man Gitarrenmusik, und ich hörte genauer hin: das markante Stück (etwa nach 2/3 Sendezeit) war von Fernando Sor, gespielt wahrscheinlich von Segovia - diese Platte habe ich seit Jahrzehnten, habe sie früher oft gehört, denn ich versuchte mich 6 Jahre lang an der Konzertgitarre, hatte Unterricht bei einem (damals bekannten) Bremer Gitarristen und träumte davon, einmal einzelne Stücke von Sor einigermaßen (ganz zu schweigen: wie Segovia) spielen zu können: es gelang mir nie. Als Student hatte ich dann Wichtigeres zu tun und spielte nur noch sporadisch Gitarre.
      Besser mr denkt älles, was mr sagt
      als mr sagt älles, was mr denkt.
      Diese Sendung, die ich mir "erzappt" hatte, hat mir gut gefallen.
      Was mich aber wirklich gestört hat, ist die "salbungsvolle" Sprechweise des Sprechers.
      Diese Stimme kenne ich aus anderen Koch-Dokus (bilde ich mir zumindestens ein) und die Art zu sprechen geht mir schon seit Jahren auf den Geist

      Ich denke, dass ich andere Folgen auch "nachsehen" werde.