Nürnberg, Fr 15.3.19: Oliver

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      Nürnberg, Fr 15.3.19: Oliver

      Oliver, 38 Jahre:
      • Vorspeise: ‘Fränkisches Lieblingsessen‘: Rindssubbn mit Buddagniedla
      • Hauptspeise: Schweinebraten mit Ebbianklees und Möhlkniedla, dazou an Solod
      • Nachspeise: Apflpfannkouchn mit Schokoeis und Fanillesoß
      (Alle Angaben ohne Gewähr)

      Uns fällt auf, was nicht funktioniert.
      Was funktioniert, fällt uns nicht auf.

      (Douglas Adams)

      Das ist wohl wieder ein Kauderwelsch vorm Herrn.
      Trotzdem ein Versuch, hier für unsere Freunde aus anderen Gegenden sowas wie eine Übersetzung zu versuchen:

      A Rindssubbn = Rindersuppe
      Buddagniedla sind wohl irgendwelche Knödel auf Butterbasis ?(
      Ebbianklees könnten wohl irgendwelche Klöße (Klees) sein.
      Warum dann aber noch Mehlknödel (Möhlkniedla) zum Schweinsbraten dazu :?:
      Ein Solod (Salat) passt immer, Fanillesoß (=Vanillesoße ist) wohl dem fränkischen Idiom geschuldet :whistling:

      Wenn's wer besser erklären kann, bitte einfach hier melden :peitsche:
      (der Übersetzer)

      Uns fällt auf, was nicht funktioniert.
      Was funktioniert, fällt uns nicht auf.

      (Douglas Adams)

      balschi01 schrieb:

      Wenn's wer besser erklären kann, bitte einfach hier melden (der Übersetzer)

      ich auch nicht.
      hab' 12 Jahre im Frankenländle gelebt und konnte schließlich leidlich teilnehmen an örtlicher Konversation (was mir im Schwäbischen bis heut' nicht recht gelingt).
      Was der Oliver hier an Kauderwelsch schreibt, ist wohl eher seiner Phantasie als irgendeinem real-dörflichem Dialekt entsprungen.
      Wenn ich mich z.B. an typisch fränkische Suppen-Einlage erinnere, müssen "Buddadings" wohl Grießnockerl sein.
      Wissen ist Macht.
      Unwissen macht auch nichts.

      chilli schrieb:

      Dialekt wird gesprochen und nicht geschrieben.

      ein Studienfreund aus meiner Erlanger Zeit war dann Lehrer in einer Dorfschule auf der fränkischen Alb. Zur Erntezeit bekam er eine schriftliche Entschuldigung einer Bäuerin für ihren Sohn:
      "benedikte ten bum".
      Nun rate mal, was das wohl heißen sollte!
      Wissen ist Macht.
      Unwissen macht auch nichts.
      Das kenne ich auch mit den Kartoffel- und Semmelknödel zum Braten. Gibt's auch oft in Wirtschaften zum Schweinsbraten.
      "Mehlknödel", könnten vielleicht auch sowas wie Teigknödel (bayr. Doagknedl) sein, da kommt auch Mehl rein. Oder gleich richtige böhmische Knödel.
      Die meisten Hühner werden schon als Eier in die Pfanne gehauen!
      Das Menue werde ich mir im Ganzen sicher nie bestellen.
      Diese Woche ist als Kombination für mich nichts dabei.
      Aber es kann ja jeder kochen, so wie er/sie es mag. Es muss ja nicht mir gefallen.
      Wenn du Frieden willst, putz deine Reisschale
      (aus China)

      f.p. schrieb:

      chilli schrieb:

      Dialekt wird gesprochen und nicht geschrieben.

      ein Studienfreund aus meiner Erlanger Zeit war dann Lehrer in einer Dorfschule auf der fränkischen Alb. Zur Erntezeit bekam er eine schriftliche Entschuldigung einer Bäuerin für ihren Sohn:
      "benedikte ten bum".
      Nun rate mal, was das wohl heißen sollte!

      Auflösung:
      sie "benötigte den Buben" als Erntehelfer.
      Wissen ist Macht.
      Unwissen macht auch nichts.
      das ist der Beweis, dass man nur Hochdeutsch schreiben soll.
      In unsere Zeitung gab es auch eine Kollumne, die im Dialekt geschrieben wurde. Das war so mühsam zu lesen (auch für Muttersprachler), man verstand den hintergründigen Witz kaum, so dass man das schnell überbätterte.
      Es muss nicht immer alles Sinn machen. Oft reicht es schon, wenn es Spass macht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „chilli“ ()

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