Hamburg. Di 8.10.19: Marc-Antonio

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      chilli schrieb:

      Uruca schrieb:

      MentalBlonde schrieb:

      Sind die Matjes aus der Plastikschachtel???
      In HAMBURG??

      8 Punkte Abzug dafür.

      Aus der Plastikpackung!?! und das in Hamburg....das geht gar nicht


      Doch das geht.

      Ich vermute mal, dass kein Fischhändler oder Feinkostgeschäft in Hamburg seinen Matjes selber herstellt.
      Auch die Matjes aus Glückstadt werden in Plastikverpackungen verkauft.


      aber bevor das Fernsehen kommt, packt man das ganze Zeugs doch schon einmal aus und drapiert es ansprechend in der Küche! Machen die TV-Köche doch auch so und erzählen dann die Geschichte vom Einkauf auf dem Wochenmarkt!!
      Ich wohne am Rande einer kleinen Großstadt - nicht in einer Millionenmetropole wie Hamburg.
      Vor Ort und in den Nachbargemeinden habe ich drei Fischhändler und drei Fischtheken in Supermärkten.
      Alles noch gut mit dem Radl erreichbar. Wenn ich Richtung Stadt gehe, kommen weitere Gelegenheiten
      dazu, frischen Fisch zu kaufen plus der Großhandel wie Metro - ohne die City, die ich so gut es geht meide
      wegen der horrenden Parkgebühren. :/
      Mir kann man gern erzählen, dass man in Hamburg Plastik-Fisch kaufen mußte, . . .
      . . . glauben muss ich das aber nicht. Außerdem gibt es so was wie Vorbestellung. :) Bert
      Ich bin Hesse! Und des is ja bekannt, ein Hesse is net dazu da, annern Mensche glücklich zu mache. :evil:
      Ich erinnere mich, die Metro hatte eine sehr einladende unglaublich große, vielfältige Fischtheke. Leider habe ich seit etlichen Jahren keine Möglichkeit mehr da rein zu kommen, schade.

      Frischfisch bekomme ich hier auch, habe in meiner "Kleinststadt" auch 3 Möglichkeiten und gute 20km weiter hat der real auch eine nette Fischtheke

      Besonders an den Fischtheken der Supermärkte bekommt man frischen Fisch, der grade vom Marktleiter gefangen wurde. Besonders der Matjesfisch :ironie:

      Früher hatten die Fischhändler Fisch, der in Fässern mit Salzlake eingelegt war. Den konnte man dort lose kaufen. Wenn man erkältet war, bekam auch noch ein Tässchen Salzlake zum Gurgeln. Das überlebte dann keine Bakterie, keine Vire und ich glaube auch, dass der Fusspilz davon besiegt wurde. Der Geschmackssinn war jedenfalls für Tage verschwunden.
      Auch die Muscheln wurden in Jutesäcken angeliefert und lose verkauft. Heute kriegste die nur auch nur noch in Plastik.
      Es muss nicht immer alles Sinn machen. Oft reicht es schon, wenn es Spass macht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „chilli“ ()

      In Mainz gab es eine gemütliche Weinstube, die immer gut besucht war ( früher von den Studentenangeblich wegen der schönen Wirtin)
      Für Stammgäste gab es manchmal Schnitzel mit Kartoffelsalat, das stand nie auf der Karte. Es konnte passieren, dass die Wirtin einem ins Ohr raunte, dass ihre Tante wieder Kartoffelsalat gemacht hat.
      Also wurde bestellte man Schnitzel mit Kartoffelsalat.
      Als die Wirtin in Ruhestand ging, fragten wir, ob das Rezept für den Kartoffelsalat auch an die Nachfolger weiter gegeben wird.
      Sie lachte sich kringelig und erklärte, dass der Kartoffelsalat immer aus dem „Aamer vun ganz unne“ gekommen sei. ( aus dem Eimer von ganz unten)
      Wenn der Kartoffelsalat weg musste, dann wurde die Tante bemüht.
      Es muss nicht immer alles Sinn machen. Oft reicht es schon, wenn es Spass macht.

      selbst der frischeste Fisch wird hier in Cuxhaven nicht in handgetöpferten Aborigibes- Krügen zum Großhändler transportiert, sondern - logisch- in Plastikbehältern mit Eis. ;)

      Zum Einzelhändler zieht der Fisch in Tüte und Folie um, wird wieder ausgepackt und
      hübsch auf Eis und Zitrone drapiert, bevor er dem Kunden wieder frisch verpackt mitgegeben wird.
      Total normal.... ob in der abgehobenen Sterne Gastro
      oder in Heikes Fischkombüse. Plastikmüll ohne Ende!
      Marcs Matjes Fisch kann trotzdem sehr ordentliche Ware sein.


      Mich enttäuschen an diesen
      überbewerteten Standardmenüs mehr die mangelnden Kochkenntnisse und
      die komplette Ahnungslosigkeit der allermeisten
      Teilnehmer.
      Kochen scheint vor allem in den Städten eine ausgestorbene Kulturtechnik zu sein.
      Wie so vieles, was die Großeltern noch drauf
      hatten - ohne exotische weit gereiste Zutaten und Firlefanz.... der durchschnittliche Berliner
      oder Hamburger kann es meist einfach nicht mehr.

      Diese ständige Verwendung von fertig geschnittenem Salat, Instantpülverchen, Fisch aus der Südsee, Fleisch aus Argentinien, den immer gleichen Muscheln, dem üblichen Trendfutter...dem Gaga- „ Superfood“, den Kunstfetten, dem omnipräsenten Filet.....das hat doch mit Kochen gar nichts zu tun.
      Entlarvend, dass die Gäste für einmal Anbraten oder rohen Fisch in Stückchen schnibbeln 10 Punkte zücken.

      Ob lecker oder nicht.... ein Filet
      in den Beefer/ in die Badewanne oder in die Pfanne hauen kann jeder Depp... ein Stück Fisch zerteilen auch...einen Ziegenkäse mit Öl und Nüssen verzieren kann ich auch meinen Erstklässlern überlassen.
      Aus einer Schuhsohle, Schweinefüßen, einem Haufen Gräten und ein paar Kräutern aus dem Garten macht nur ein guter Koch ein Gedicht.
      Sowas würde ich gern mal wieder sehen.
      :)

      Nudelbert schrieb:

      So funktioniert Marketing :thumbup: Bert

      Spoiler anzeigen

      Und das waren noch Studenten früher, die wegen einer Wirtin kamen, die in Ruhestand geht :lol2:


      Damals ging sie noch nicht. Das haste falsch verstanden
      Heute gibt es das auch noch. Es gibt Studenten, die in bestimmte Kneipen gehen, weil dort die hübsche Kommilitonin jobbt. Normal !
      Hast du das schon vergessen?
      Es muss nicht immer alles Sinn machen. Oft reicht es schon, wenn es Spass macht.

      von wem sollen die jungen Leute kochen gelernt haben ?
      Es gibt fast nur noch Familien, in denen nicht nur die Mütter, sondern auch die Großmütter berufstätig sind. Die Kinder sind in der Ganztagsbetreuung und werden durch einen Caterer abgefüttert oder es gibt irgendwas schnelles weil wenig Zeit vorhanden ist.
      Es muss nicht immer alles Sinn machen. Oft reicht es schon, wenn es Spass macht.

      Kajaal schrieb:

      selbst der frischeste Fisch wird hier in Cuxhaven nicht in handgetöpferten Aborigibes- Krügen ?( zum Großhändler transportiert, sondern - logisch- in Plastikbehältern mit Eis

      In F werden selbst ins Elsass die frischen Moules jeder Art meist in Jutesäcken geliefert von der Küste und der Frischfisch auf Eis in wiederverwendbaren Styropor-Boxen.
      Es ist mittlerweile bekannt, dass D in Europa der grösste Plastikmüllproduzent ist... Liegt vielleicht auch am deutschen Recyclingsystem, dass auf Profit getrimmt und damit auf den Müll angewiesen ist.

      Kajaal schrieb:

      Aus einer Schuhsohle, Schweinefüßen, einem Haufen Gräten und ein paar Kräutern aus dem Garten macht nur ein guter Koch ein Gedicht.
      Sowas würde ich gern mal wieder sehen.

      Veto euer Ehren ;) Ich denke, selbst ein sehr guter Profikoch möchte diese Aufgabe nur sehr ungern übernehmen bzw. nur als Kitchen Impossible-Mission.
      Die "Schuhsohlen" wurden früher häufig von Müttern und Grossmüttern unabsichtlich hergestellt, weil das Rind nicht gut abgehangen war oder die Mär umging, dass Fleisch und Fisch gut durchgebraten gehört. Heute sagen die Profis zurecht dazu: "Das Tier ist zweimal gestorben"!

      Du quengelst ja gern an den "langweiligen Standards" herum, aber warum sollte einer der GG Harakiri begehen, indem er Dinge den Gästen anbietet, die evtl. auf Widerstand stossen? (Ich erinnere da an die, letztens für überall Grusel sorgende, Garnele im Dessert :rolleyes: ) Viele Gäste mögen so schon viele Dinge nicht bzw. geben dies zumindest vor... Und wenn ich GG wäre, würde ich wohl auch zu teilweise Mainstream greifen, denn schliesslich urteilen keine Profis, sondern die direkte Konkurrenz.

      Aber ich gebe dir Recht, anders als in der KS, wo aufgrund der kurzen Zubereitungszeit nur bestimmte Produkte nutzbar sind, hätten die dpD-GGs hier weitaus grösseren Handlungsspielraum, der leider zu selten genutzt wird. Aber ich wüsste jetzt nicht, ob z.B. ein selbstgepökeltes Eisbein mit Sauerkraut beim pD einen Spitzenplatz erreichen würde oder ein tolles Gulasch mit Spätzle, denn schliesslich gehts ja ums Gewinnen.
      Und wie oft liest man auch hier im Forum, dies oder jenes weniger komplexe Gericht reicht nicht für ein perfektes Dinner (z.B. Kö-Klopse)...

      Persönlich trauere ich trockengebratenen Rinder-oder Schweinebraten früherer Zeiten, die nur mit sehr viel Sauce schluckbar waren, keine Träne nach und bin dankbar, dass die Küchenpraxis sich sehr weiterentwickelt hat und vielseitiger geworden ist und auch die "fremden" Einflüsse, die teilweise kreativ verarbeitet bzw. weiterentwickelt werden mag ich.

      Grundsätzlich sehe ich sowohl beim dpD und der KS eine Entwicklung zur Dekadenz; was in den frühen Jahren ausreichte, um die Mitesser und die Zuschauer zufrieden zu stellen, reicht heute lange nicht mehr...

      Ich fürchte, wir werden uns weiter mit den gehypten "Edelprodukten" dieser Welt in den Kochshows arrangieren müssen ;)

      P.S.: Ausserdem offenbaren sich sowohl beim dpD als auch der KS Hobbyköche, die von sich selbst meist sehr überzeugt sind. Das heisst ja nicht, dass wir es auch sein müssen als Zuschauer...

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „cremant“ ()

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